Orlac’s Hände

BahnstadtLive stellte wieder einen Stummfilmabend am 27.2.26 auf die Beine mit dem bewährten Duo Thomas Bugert (Kontrabass) und Julian Gramm (Gitarre), auch bekannt in der Region als GAP -Gramm Art Project.
Gezeigt wurde „Orlac’s Hände“ von 1924 unter der Regie von Robert Wiene. Unsere Stummfilmfans haben bereits „Das Cabinet des Dr. Caligari“ vom selben Regisseur im Bürgerhaus gesehen. Außerdem zeigten wir „Metropolis“, „Der Golem“ und „Der letzte Mann“, musikalisch begleitet vom GAP.
Orlac’s Hände zählt zum Horrorfilm-Genre. Ein berühmter Pianist verliert seine Hände bei einem Zugunglück. Er bekommt neue Hände transplantiert, doch es stellt sich heraus, dass es die Hände eines exekutierten Mörders waren. Orlac kann nicht mehr spielen trotz der funktionsfähigen Hände. Es entwickelt sich eine Kriminalgeschichte, aufbauend auf die noch recht junge Wissenschaft des Fingerabdrucks, und ein spannendes Verdachtsmoment auf der Suche nach dem vermeintlichen Mörder entspinnt sich. Außerdem spielt eine Art Frankensteingeschichte eine Rolle und das Thema Transplantation an Menschen damals wie heute.
Musikalisch untermalt – ohne Flügel – aber nach gewohnter Art unserer Musiker mit dem typischen avantgardistisch-jazzigen Grundton fehlte das Klavierspiel nicht, denn Orlac spielt in dem Film keinen einzigen Ton. Es war wieder ein gelungener Stummfilmabend – unser fünfter!
Solch ein Abend kann nur gelingen mit einem wunderbaren Team: Andi, Andy, Jenny, Maria, Matthias, Michael, Nancy, Petra E., Petra Sch. und Uschi. Dem Bahnstadtverein gilt ein großes und dickes Dankeschön für die finanzielle Unterstützung des Abends. Es ging zwar der Hut herum, nur die großzügigen Spenden der etwa 50 Zuschauer*innen reichen leider nicht.
Unser nächster BahnstadtLive-Event findet Open Air satt mit Ultrakustik am 26. Juni 2026 statt. Wir freuen uns bei gutem Wetter und ausgelassener Tanzstimmung auf den Abend. Eintritt frei! Der Hut geht wieder rum!
Fotos: Andy Laycock; Finnja Mende